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Es gibt nicht viele Gitarristen, die
mühelos eine Brücke zwischen Rock und Jazz schlagen und es gibt auch nicht
viele, die musikalische Kreativität spielend mit technischer Raffinesse an
ihrem Instrument verbinden. Einer dieser Musiker ist Thomas Hoppler.
Der in Süddeutschland geborene und arbeitende Gitarrist lebt für sein
Instrument und ist einer von denen, die „...wahrhaft durchdrehen, wenn sie
nicht mehrere Stunden täglich am Instrument verbringen“, wie er selbst
sagt. Dabei geht es ihm um seine Musik und nicht um Beiwerk. „Mir kommt es
darauf an, die Musik selbst sprechen zu lassen. Ich will kein primitives
Geschramme mit drei Akkorden, überdeckt von Blendwerk sondern ausgereifte
Kompositionen. Wenn dabei technisch schwer zu spielende Passagen entstehen
sehe ich es als Herausforderung und übe solange bis es funktioniert!“
Thomas Hoppler ist Autodidakt. Über Jahre
spielte er in einer Rockband und produzierte deren Demos und Alben zu
Hause im Wohnzimmer. „Da ging es halt eher um Freundschaft und man kannte
sich auch schon ewig. Es war eine Sache um Spaß damit zu haben und nicht
groß damit heraus zu kommen. Ich denke so viel Potenzial hatte die Band
dann auch nicht, und das Interesse der anderen Bandmitglieder an
Professionalität und der Produktion unserer Musik beschränkte sich darauf,
kurz zum Einspielen der Tracks zu erscheinen und dann mit den Worten:
`...du machst das schon...´ wieder zu verschwinden.“
So verlegte der versierte Musiker sein
Augenmerk lieber auf die Verwirklichung seiner eigenen Inspirationen. Bis
auf das Jahr 1995 gehen die ältesten Ideen auf Home zurück. „Ich
hatte ja alles zu Hause, was ich an Equipment brauchte“, erklärt Thomas
Hoppler lächelnd, „und bis auf das Schlagzeug konnte ich auch alles selbst
einspielen. Die Drumparts habe ich eben programmiert oder Samples
verwendet. Dadurch wirkte das Ganze natürlich etwas statisch und nicht
sehr lebendig.“ Vielleicht deshalb hat er sich auch nie an eine breitere
Zuhörerschaft gewandt, denn weiter erklärt er: „Ich habe auch mal
versucht, die Stücke mit ein paar Leuten zu proben, aber es war keiner
davon fähig das Zeug so zu spielen wie ich es mir vorstellte. Gerade der
Schlagzeugbereich hat gar nicht funktioniert, also hatte sich das
Experiment schon wieder erledigt."
Bis der Gitarrist im Jahre 2004 den
Schlagzeuger Manuel Bräuner traf.„Der Thomas war so freundlich, mir
und meiner damaligen Band ein Demo zu produzieren. Bei dieser Gelegenheit
führte er mir seine Musik vor. Was soll ich sagen: Ich war begeistert!“
erinnert sich der Drummer, der sich daraufhin anbot „...den Songs
rhythmisches Leben einzuhauchen, sofern der Thomas das wollte!“ Natürlich
wollte der und THB war geboren.
2004 und 2005 bauten sich die beiden ein
eigenes Studio in Lahr auf, Living Room Recording, wo nun auch
THB probt und aufnimmt und wo seither auch schon einige Demos und
Alben regionaler Bands erfolgreich produziert wurden.
Es fehlte aber ein Bassist! Das Fundament!
Über eine Annonce wurde man fündig. „Das
war genau das, was ich schon lange gesucht hatte. Da wollte ich
mitmachen!“, beschreibt Peter Vetter seine Gedanken, als er Hoppler
und Bräuner in deren Studio antraf und die Musik hörte, die man zu zweit
als Vorproduktion für ein Album eingespielt hatte. „Ich war im
Laufe der Zeit schon Teil vieler interessanter Bands und Projekte, aber
das hier war etwas Besonderes!“ Durch Vetter verstärkt begann die Band
intensiv zu Proben und sich von Neuem mit ihrem Material zu beschäftigen.
2007 wurde beschlossen, das erste Album nochmals in Trio-Besetzung
einzuspielen. Die Aufnahmen dauerten zwei Tage, der Mix wegen der hohen
Ansprüche allerdings deutlich länger.
Die Mühe hat sich gelohnt! THB: „Im Grunde
sind wir eine typische Live-Band. Diese Eigenschaft haben wir beim
Aufnehmen von „Home“ sehr gut festgehalten. Zudem konnten wir im eigenen
Studio ohne Zeitdruck den Aufnahmen den letzen Schliff verpassen“. |